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Gratis git's nur Propaganda

  • discotaxi5
  • vor 20 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Manche Sendungen der SRG finde ich furchtbar bieder und blöd. Aber die öffentlich-rechtlichen Medien der Schweiz sind ein Fels in der Brandung gegen Clickbait-Journalismus, Fake News und den Missbrauch künstlicher Intelligenz. Schon aus diesen Gründen bin ich klar gegen die SRG-Halbierungsintiative. Als kulturell interessierter Mensch habe ich noch viele weitere Argumente dagegen: Musik, Theater, Film, Sport und Literatur sind wichtig für den Einzelnen und für den Zusammenhalt einer Gesellschaft. Ohne die SRG - die uns allen gehört - ist einheimisches Kulturschaffen kaum noch sichtbar, das gilt für den Jodelverein genauso wie für das Theaterensemble. Nicht zu vergessen Dokfilme, Hintergrundberichte und aktuelle Nachrichten in vier Landessprachen. Wer der SRG die ohnehin schon knappen Mittel streichen will, hat nichts anderes im Sinn, als den unabhängigen Journalismus zu schwächen, um seine eigenen Interessen voranzubringen. Das gefällt mir nicht, Milliardäre sind schon einflussreich genug.



Am 2. Februar kontaktierte mich die befreundete Journalistin Esther Banz mit der Idee, ein Lied zu machen gegen die SRG-Halbierungsintiative. Wir waren spät dran, die Abstimmungsunterlagen wurden ja bereits verschickt. Ich schrieb den Text gleich am nächsten Tag und Esther holte rasch weitere Leute ins Boot. In Online-Meetings wurden die Aufgaben besprochen: Vertonen, Verfilmen, Produzieren und Verteilen des Songs. Die immer grössere Zahl der beteiligten Menschen verzettelte die Sache nicht, sondern entfaltete eine ungeheure Kraft von Schwarmintelligenz. In jedem nötigen Bereich (Tonstudio, Filmcrew, Kontakte usw.) hatten wir Leute, die sich bestens auskannten und bereit waren, ohne Aussicht auf Entlöhnung mitzuhelfen.


Im Tonstudio von Michael Sauter entstand die erste Rohfassung der Komposition. Bereits am 9. Februar konnte ich dort eine Pilotstimme einsingen. Weil ich tags darauf für zwei Wochen nach Norwegen verreiste, war meine unmittelbare Arbeit am Lied damit beendet. Aber auch von weitem durfte ich beobachten, wie die Sache weiter wuchs. Unglaublich viele Kulturschaffende steuerten ihren Teil, sangen einzelne Zeilen der Strophen oder im Refrainchor. Die Produktion verschob sich später ins Studio von Janos Mijnssen, der den engültigen Mix gestern fürs Mastering an Dan Suter schickte. Gleichzeitig kam auch die Arbeit der Video-Crew um Susanne Hofer auf die Zielgerade. Nadja Zela kümmerte sich um den Auftritt im Netz und jetzt können wir unser gemeinsames Werk endlich veröffentlichen. Ich bin allen, die mitgemacht haben, zutiefst dankbar und sehr beeindruckt von der spontanen Solidarität in der Schweizer Kulturszene. Es dauerte nicht mal ganz drei Wochen, bis dieser tolle Videoclip entstanden ist. Viel Vergnügen damit und bitte vergesst nicht, am

8. März NEIN zu sagen zur SRG-Halbierungsintitative.



 
 
 

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