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Musse feife inne Wind...

  • discotaxi5
  • vor 1 Tag
  • 1 Min. Lesezeit

Heute vor sieben Jahren starb Wiglaf Droste (27.6.1961 - 15.5.2019). Seine treffenden Kommentare, Texte und Lieder zum Zeitgeschehen füllen mindestens einen Meter in meinem Büchergestell. Aber vor allem bleiben mir die Ausflüge und Erlebnisse unserer 25 Jahre dauernden Freundschaft in lebhafter Erinnerung. Die endlosen Abende nach den Auftritten, die idyllisch-faulen Tage im Tessin, in Berlin oder in Rheinsberg, oder sein 50. Geburtstag, als wir von einem Unbekannten in dessen Schloss entführt wurden, um dort edel zu speisen und jahrhundertalte Bücher zu bewundern...


Was mich an Wiglaf immer besonders fasziniert hat, waren seine unberechenbaren Abschweifungen. Wie er sich von scheinbaren Kleinigkeiten ablenken liess und ihnen spontane Lobeshymnen widmete. Beispielhaft dafür der unten abgebildete kleine Vogel, der bloss am Tisch Platz nehmen musste, um den Schriftsteller alles andere vergessen zu lassen, sogar Lektüre und Getränk. Denn wie Wiglaf wusste: die ganze Wichtigkeit der Menschen ist ein Furz im Wind, "könne rauche inne Feif, musse feife inne Wind!"


Wiglaf Droste begrüsst einen Sperling an seinem Tisch
Wiglaf Droste begrüsst einen Sperling an seinem Tisch





 
 
 

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